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  Geschichte: Verstaatlichung der  Ölindustrie

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg besaß die Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) das gesamte iranische Öl. Der größte britische Konzern gehörte dem Staat Großbritannien und garantierte die Versorgung der britischen Wirtschaft mit Öl. Später wurde das Unternehmen in BP umbenannt.

In den 50er Jahren machte die AIOC 200 Millionen Pfund Profit, zahlte an Iran aber nur 16 Millionen an Fördergebühren, Dividenden und Steuern. An die britische Regierung hingegen zahlte AIOC 50 Millionen Steuern.



Den Iranern wurde ihre Ausbeutung auch dadurch verdeutlicht, dass Öl in Iran teurer war als in Großbritannien. Außerdem zeigten die britischen Beamten und Manager dieselbe rassistische Arroganz wie in den Kolonialgebieten.

Am 28. April 1951 wählte das Parlament Mohammed Mossadegh zum Premierminister. Bereits am 1. Mai kündigte er die Verstaatlichung der Ölindustrie an.

Der demokratisch gewählte Ministerpräsident Mossadegh hatte die Macht übernommen und das Parlament hatte Ayatollah Kashani zum Parlamentspräsidenten gemacht. Der Schah hatte fluchtartig das Land verlassen und weilte in Rom, wo ihm nicht einmal von Abdeh dem damaligen Botschafter des Irans in Rom Einlass in die Botschaft gewehrt wurde. Es war ein zweiter politischer Frühling im Iran nach der konstitutionellen Revolution, der aber nur kurz weilte.

                                                                                                                                                                                            Mossadegh rechts neben Kashani, dem Führer der religiösen Gruppen
 
Schon 1953 finanzierte und organisierte der US-Geheimdienst CIA zusammen mit dem britischen Geheimdienst MI6 den Putsch gegen Mossadegh selbst.

Die Vorbereitungen liefen unter dem Namen "Operation Ajax"
 

 


Kurz darauf kam Kermit Roosevelt, Chef der CIA im Nahen Osten und Enkel des früheren US-Präsidenten Theodore Roosevelt, nach Teheran, um den Staatsstreich zu leiten. Am 11. Juli unterschrieb US-Präsident Eisenhower den Plan. Darin war festgelegt, dass die Demokratie in Iran abgeschafft und der bereits ins Ausland geflohene Mohammad Reza Pahlavi wieder als Schah eingesetzt werden sollte.

Am Morgen des 19. August begann die Armee mit dem Putsch. „Schon um 10 Uhr 15 befanden sich auf allen größeren Plätzen ganze Lastwagen voller Anhänger des Schahs aus dem Militär“, so Wilber. Kurz nach Mittag fiel das zentrale Telegrafenamt. Ins ganze Land wurden Telegramme geschickt, die zur Unterstützung des Schahs aufriefen. Am frühen Nachmittag eroberte die Armee die Radiostation Teheran, so dass über Rundfunk der Sieg der Putschisten verbreitet werden konnte.

Hossein Fatemi, engster Verbündeter Mossadeghs und Außenminister seiner Regierung, wurde verhaftet und hingerichtet. Zwei Jahre danach wurden auch Navab Safavi und seine Mitstreiter hingerichtet. Mossadegh wurde am Tag nach dem Putsch verhaftet und durch Sartip Azmudeh abgeurteilt. Er verbrachte die nächsten 16 Jahre bis zu seinem Tod im Exil in Ahmad Abad. Ayatollah Kashani wurde verhaftet und starb unter Hausarrest 1964. Die Führer der Tudeh Partei wurden ebenfalls verhaftet. Khosrou Rusbeh die schillernste Figur der Tudeh Partei und einige seiner Mitstreiter wurden hingerichtet.

Alle gingen und Sartip Azmudeh, der Henker des Schahs blieb. Sein Sohn Khosrou setzte seine Fußstapfen in die seines Vaters und avancierte zum Folterknecht des SAVAK. Nun begann eine Zeit in der Schläger und Mörder wie Shaban Jafari (Shaban Bimokh) den Iran gestalteten......

 

 

 

 

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