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Aschura - Symbol des Widerstandes gegen eine ungerechte Herrschaft 

Wir schreiben das Jahr 680 n. Chr. Es ist früher Nachmittag  des 20 Oktobers. Die Mittagssonne über Kerbala hat den Zenit überschritten. An diesem Tag war sie Zeuge einer zur damaligen Zeit nicht besonderen Schlacht, zumal diese Schlacht kurz und eindeutig gewesen sein sollte. Eine mehrere Tausend Soldaten umfassende Armee der Umayyaden besiegt in wenigen Stunden eine unter hundert reduzierte Anzahl an Kämpfern, zumeist nicht als Soldaten ausgebildete Bauern und Händler, allesamt Freunde und Verwandte eines gewissen Husain.

Kaum jemand ahnt wohl die Bedeutung die dieser Vorfall für den Rest der Menschheitsgeschichte haben wird….

 

 

….Husain und seine Gefolgsleute wurden verfolgt, von Medina über Mekka über die große Wüste bis zu dem fast 800 km entfernten Kerbala einem Gebiet nördlich der damaligen Stadt Kufa. Sie wurden verfolgt und schließlich ermordet im Namen des Islam. Aus einem einzigen Grund: Sie waren nicht bereit die Herrschaft Yazids des damaligen Kalifen der Umayyaden zu bestätigen. So wurde mit ihnen kurzer Prozess gemacht, unter dem Vorwand sie wären Ungläubige und Gotteslästerer. Doch eines wurde dem Leser verschwiegen. Wer war Husain? Um diese Frage zu beantworten bedarf es eines kurzen Rückblickes.

 

70 Jahre vor diesem Ereignis im Jahre 610 n. Chr. war  der Erzengel Gabriel in den Bergen in der Umgebung von Mekka einem Kaufmann Namens Mohamed erschienen der sich von Zeit zu Zeit in die Abgeschiedenheit der Natur zurückzog um zu meditieren und der abrahamitischen Tradition zufolge seinem Gott zu huldigen. Gabriel sprach: Lies im Namen deines Herrn der erschuf, der erschuf  den Menschen aus einem Embryo. Dies war der Beginn der Offenbarung des Koran und damit der Religion die wir heute als Islam kennen.

 

13 Jahre nach dieser Offenbarung gebar  Fatima die Tochter Mohameds aus ihrer Ehe mit Ali ihren zweiten Sohn: Husain. Das Kind wuchs in der Obhut seiner Eltern und seines Großvaters Mohamed in Medina auf…….   

 

Zum Anbeginn der Offenbarung wurden die wenigen Muslime in Mekka durch die herrschenden Sippen und Clans verfolgt, weil sie ihre wirtschaftliche Vormachtstellung, die auf dem Götzenglauben und den damit verbundenen Riten basierte, in Gefahr sahen. Einer deren Anführer und größter Widersacher Mohameds war ein Clanchef Namens Abu Suffian.

 

Mohamed und seine Anhänger waren gezwungen Mekka zu verlassen. Sie zogen nach Medina und gründeten dort einen Stadtstaat basierend auf den Lehren der neuen Religion. Die Mekkaner um Abu Suffian zogen mehrmals mit ihren Heeren gegen Medina auf, wurden aber immer wieder geschlagen, bis sie sich schließlich geschlagen gaben und sich ab nun an auch Muslime nannten.

 

Innerlich hatten sie sich kaum verändert, die Intrigen, die Machtspiele und Korruption blieb erhalten, doch nun alles im Namen des Islam. Nach dem Tod Mohameds etablierte Muawiyah, der Sohn Abu Suffians, in Damaskus seine Macht. Schließlich riss er die Herrschaft über das ganze islamische Reich an sich und verfolgte von nun an seine Gegner im Namen des Islam.

Nach dem Tod Muawiyas wurde Yazid sein Nachfolger. Er ließ seine Macht durch alle wichtigen Persönlichkeiten im Reich bestätigen. Doch einer war nicht bereit ihm den Handschlag zu geben. Es war der inzwischen 57 –jährige Enkel des Propheten Mohamed, Husain. Er lebte  zusammen mit den nächsten Verwandten und Freunden des Propheten in seiner Geburtsstadt Medina. Das islamische Reich war inzwischen schon eines der größten der Welt, geführt nicht von Mohameds Gefolgsleuten, sondern von den ehemaligen Götzenanbetern aus Mekka, die nun mit dem Schwert das Reich vergrößerten, alles im Namen eines Islams dass sie noch bis vor wenigen Jahren bekämpft hatten.

 

Yazid schickte einen Gesandten zu Husain, der ihm klar machte: Entweder wirst du öffentlich die Herrschaft Yazids über das islamische Reich bestätigen und ihm Treue schwören oder du wirst dein Leben geben. Husain floh mit seiner Familie nach Mekka, doch musste er auch diese Stadt verlassen. Einige Bewohner der Stadt Kufa im heutigen Irak hatten Husain ihre Unterstützung angeboten, so machte sich Husain mit seinen Gefolgsleuten auf nach Kufa. Doch wurde Kufa von dem Heer Yazids überrannt und die Intellektuellen der Stadt hingerichtet, und schnell war klar dass die Bevölkerung Kufas Husain nicht beistehen wurden.

Husain und seine Gefolgsleute wurden von der Armee Yazids umstellt, mehrere Tage belagert und schließlich ermordet.

 

Yazid nannte Husain, den Enkel des Propheten und quasi die gesamte Familie des Propheten die Husain begleitete, Ungläubige. Und die Masse der Menschen die Husain noch in den Armen Mohameds gesehen hatte, oder davon gehört hatte glaubte ihm. Die Familie des Propheten des Islam, wurde im Namen desselben Islam ausgelöscht von Menschen die den Islam bis zuletzt bekämpft hatten.

 

So mag es uns nicht verwundern wenn heute im Namen des Islam, gänzlich unislamisches ausgeführt wird. Wenn im Namen des Islam unterdrückt und ermordet wird. Denn sogar der Tochter und den Enkeln des Propheten des Islam ist selbiges widerfahren.     

 

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