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Heuer beginnt das Neujahr am 20.03.2011 um 00:21:30 MEZ.

Nouruz- das iranische Neujahrsfest - نو روز

Das Frühlings- und Neujahrsfest Nouruz wird von allen iranischen Völkern unabhängig von der jeweiligen religiösen Zugehörigkeit gefeiert. Es ist eines der ältesten Feste des iranischen Kulturraums und wird seit mehr als 2500 Jahren begangen. Das Neujahr beginnt exakt zur Tag- und Nachtgleiche, dem sogenannten Frühlingsäquinoktikum, und wird entsprechend für jedes Jahr neu berechnet.

Das Wort Nouru
z stammt aus dem Pahlawi und bedeutet "der neue Tag" (Nou Ruz). Nachweislich wurde dises fest bereits unter der Herrschaft der Achämeniden (etwa 770 bis 300 v. Chr.) gefeiert. Aus der Shahnameh geht hervor dass Noruz zum ersten mal unter der Herrschaft von Dschamshid, einem mythologischen Herrscher, gefeiert wurde. Dschamshid wird erstmals in der Avesta, das heilige Buch des Zoroastrismus, genannt. Die verschiedenen Abschnitte der Avesta stammen aus den jahren 1737 v.Chr bis 800 v.Chr. Im Jahr 538 v.Chr. ernannte Kyros II  aus dem Geschlecht der Achämeniden Nouruz zum Nationalfeiertag.

Als "Fest der Gemeinschaft und des Lebens" markiert es den Sieg des Lichtes über die Finsternis, des Guten über das Böse, des Frühlings über den Winter.

Die Feierlichkeiten des Nouruz beginnen mit Beginn des neuen Jahres und enden am dreizehnten Tag, dem sogenannten "sizdah be dar".

Vor und in diesem Zeitraum werden verschiedene Traditionen gepflegt, noch vor dem Neujahr wird der Frühjahrsputz durchgeführt. Hierbei wird das Haus, dessen Inventar und öffentliche Gebäude gereinigt. Am Vorabend des letzten Mittwochs des alten Jahres wird das "Tschahar Schanbe Suri " („Mittwochsfeuer“) angezündet.

Die wichtigste Tradition des Neujahrsfestes ist die Zubereitung des "Haft Sin" („Sieben S“, dessen Bestandteile unbedingt mit den Anfangsbuchstaben des persischen „S“ beginnen müssen), die gängigsten sind

Des Weiteren sind auch

am "Haft Sin" welches auf einem Tuch zusammengestellt wird zu finden.

Eine weitere Tradition ist der Besuch von Verwandten und Freunden im Zeitraum der Feierlichkeiten. Die Besuche beginnen am Vorabend des Nouruz Alle Familienmitglieder versammeln sich im Eltern- oder Großelternhaus zum Festabendessen. Frischer Weißfisch oder geräucherter Fisch mit Dillreis (Sabsi-Polo ba Ma´hi) wird serviert. An dem Abend werden auch an die neuen Familienmitglieder (Braut oder Bräutigam) Nowruz-Geschenke (Armaghan), verteilt. Entweder eine Goldmünze oder etwas nach ihrem Wunsch oder Bedarf.

Damit verbunden ist auch die Zubereitung von speziellen Süssigkeit die je nach Region variieren. Seit jeher werden in dieser Zeit auch Turniere in den traditionellen Sportarten wie Ringen, Bogenschießen, Schach und Reiten veranstaltet.

Den dreizehnten Tag, den sogenannten "sizdah be dar", verbringen die Familien in der Natur

Nouruz ist offizieller Feiertag im Iran, in Afghanistan, in Kasachstan, in Kirgisien, in Tadschikistan, in Aserbaidschan, in Usbekistan , in Turkmenistan, in der Türkei, in den kurdischen Regionen des Iraks, in Syrien, teilweise bzw. inoffiziell in Pakistan, in Indien bei den Parsen als Jamschidi-Fest.

Seit 2010 ist Nouruz auf Beschluss der 61. Generalversammlung der Vereinten Nationen als internationaler Nouruz-Tag anerkannt. Die Generalversammlung stellte in ihrer Erklärung fest, dass „Nouruz ein Frühlingsfest persischen Ursprungs ist und seit mehr als 3000 Jahren auf dem Balkan, in der Schwarzmeerregion, im Kaukasus, in Zentralasien und im Nahen Osten gefeiert wird“

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