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Poesie: Attar
Poesie: Attar- Manteq-ot-teir
Poesie: Attar- Diwan

 

Farideddin 'Attâr Neyshapuri (Abutaleb Mohammad ebne Ebrahim) wurde 1136 in Neyshapur (iranische Provinz Khorasan) geboren und starb 1229 in der selben Stadt.

Bevor er durch ein einschneidendes Erlebnis zum Sufismus findet, ist er Besitzer einer Drogerie, daher sein Rufname Attar („der Drogist“). Diese Erlebnis ist folgendermaßen überliefert worden. Seit einigen Stunden hatte sich ein Wandersufi vor dem Geschäft von Attar hingesetzt und starrte die ganze Zeit auf seine Auslage. Attar der befürchtete das seine Kundschaft durch die Anwesenheit dieses Mannes vertrieben werden könnte wandte sich mit harschem Ton an ihn: Wenn du was kaufen willst dann tu dies und geh. Der Sufi stand auf und sagte: Ich brauche nichts doch mache ich mir Sorgen für dich, wie du gehen willst und all dies auf dieser Welt zurücklassen willst. Darauf entgegnete Attar: Das was ihr sagt ist doch nur leeres Geschwätz. Ihr hängt genauso an dieser Welt, dein sterben wird genauso schwer sein wie meines. Der Sufi meinte er glaube dies nicht, zog seine Schuhe aus, setzte sich, sprach eine Sure aus dem Koran, lächelte, schloss seine Augen und starb.

 

Er hat seine mystischen Lehren in einer Reihe von Masnawi niedergelegt, eine Biographie des Halladsch verfasst und eine wichtige Sammlung von Heiligenlegenden erstellt.

Besonders berühmt unter seinen Epen ist das Manteq-ot-teir, die "Vogelgespräche"; es berichtet von der Reise der dreißig Vögel durch die sieben Täler zum Vogelkönig, dem Simorgh, mit dem sie schließlich ihre eigene Identität erkennen, sie, dreißig Vögel, si morgh (dreißig Vögel), sind selbst der Simurgh.

Seine weiteren Werke umfassen unter anderem die Mosibat-nameh (Buch der Leiden), Asrar-nameh (Buch der Geheimnisse), Jawaher-nameh (Buch der Juwelen) und sein Diwan. Sein Buch Asrar-nameh übergab er im Jahre 1226 dem jungen Moulana.

 

Selbst der Tod Attars klingt wie eine Lehrgeschichte des Sufismus, wobei es nicht sicher ist, ob es sich dabei nur um eine Legende handelt: Als er während des Mongolensturms im 13. Jahrhundert gefangen genommen wird, bietet jemand 1000 Silberstücke für ihn. Attar rät aber seinem mongolischen „Besitzer“, nicht auf den Handel einzugehen, da der Preis nicht stimme. Der Mongole beherzigt dies und verkauft ihn nicht. Später kommt ein weiterer Mann und bietet einen Sack Stroh für Attar, der diesmal sagt, dass das genau sein Preis sei, denn mehr sei er nicht wert. Als der Mongole dies hört, gerät er in Wut und schlägt ihm den Kopf ab.
             

 

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